Die Hofgemeinschaft Aschhorn - unser Betrieb

Unser Hof ist ein typischer norddeutscher Marschbetrieb. Die Gebäude stammen aus vielen verschiedenen Epochen des Hofes. Die alte Scheune ist das älteste Gebäude. Es stammt aus dem Jahr 1721. Im Sommer 2009 entstanden unsere neue Getreidelagerhalle mit angeschlossenem Maschinenunterstand und die Erweiterung der Stroh- und Heulagerhallen. Im Sommer 2015 konnten wir unser neues Kälberdorf einweihen. Hier können die Kälber jederzeit am Tränkeautomat ihre Milchportion abholen. Durch die zentrale Lage mitten auf dem Hof, sind die Kälber in ihrem neuen Stall deutlich in den Fokus gerückt.
Seit fast 500 Jahren wird dieser Betrieb bewirtschaftet. Wir, das sind die beiden Familien Morgenstern, haben den Hof 1981 übernommen. Es war damals ein heruntergewirtschafteter Betrieb, wir stellten ihn langsam auf biologischen Anbau um. Die Anerkennung als demeter-Betrieb erfolgte 1990.
Der Hof ist zur Zeit ca. 466 Hektar groß, davon sind ungefähr 290 Hektar Acker, der Rest ist Grünland. In den norddeutschen Marschen werden viele Kühe gehalten. So ist es auch bei uns. Unsere Milchviehherde ist das Herzstück des Betriebes. Die Milch unserer Kühe wird alle drei Tage von der Bio-Molkerei Söbbeke abgeholt. Neben der Nachzucht halten wir noch ca. 43 Mutterkühe, deren Kälber wir im Herbst als Absetzer verkaufen. Natürlich gibt es noch viele andere Tiere, wie 5 Schafe, Hühner, Katzen und Greta, unsere wachsame Hofhündin.

Zahlen, Daten und Fakten über unseren Hof

Hofgröße gesamt 466 Hektar
davon Ackerland 290 Hektar
davon Grünland 176Hektar
Milchkühe (deutsche Rotbunte) 75
Mutterkühe 43
Nachzucht (Kälber, Jungrinder, Ochsen) ~150
Schafe (Milchschaf, Rauwolliges Pommersches Landschaf) 15
Hühner 4
außerdem viele Katzen und Greta, unsere Hofhündin  
Durchschnittliche Jahresniederschläge 820 mm
Durchschnittliche Bodenpunkte 30 bis 80
Bodenarten Ton und Moor
Demeter seit 1990

Auf dem Acker halten wir eine siebenjährige Fruchtfolge ein, die mit folgendem Ablauf für die nachhaltige Fruchtbarkeit unserer Böden sorgt:
Kleegras wird im Herbst ausgesät und bleibt zwei Jahre stehen. Dann wird es umgebrochen und Winterweizen gesät. Anschließend wird Dinkel gesät. Wenn dieses Getreide geerntet ist, folgt Gelbsenf als Zwischenfrucht. Dieser dient der Bodenbedeckung im Winter. Der Gelbsenf friert im Winter ab, anschließend wird er eingearbeitet und der Boden wird gepflügt. Dann folgt Hafer im Frühjahr, im nächsten Herbst werden Wintererbsen zusammen mit Triticale gesät. Dies wird im Frühjahr gemäht und einsiliert, es folgen Sonneblumen als Zwischenfrucht und Bienenweide. Danach Dinkel oder Weizen, anschließend noch einmal Hafer im Sommer. Dies ist das letzte Glied der Fruchtfolge. Wenn der Hafer geerntet ist, wird wieder Kleegras eingesät. Hier beginnt der Kreislauf von neuem.
Gedüngt wird bei uns ausschließlich mit Mist, Jauche und Jungviehgülle. Alles stammt nur von unseren Tieren. Der Mist wird erst zu Kompost verarbeitet, bevor er ausgebracht wird.
Selbst im Sommer, wenn die Kühe Tag und Nacht auf der Weide sind und nur zum Melken in den Stall kommen, füttern wir zum Ausgleich noch Heu zu. Dieses rohfaserreiche Futter sorgt für den guten Geschmack und die Bekömmlichkeit unserer Milch.

Top Tiergesundheitskonzept

Bei der Studie "Präventive Tiergesundheitskonzepte in der ökologischen Milchviehhaltung" der Fakultät für Agrarwirtschaften der Georg-August-Universität Göttingen, kamen wir im Ranking der Betriebe mit den vorbildlichsten Tiergesundheitskonzepten unter die Top 25 von 1000. Um die hohe Tiergesundheit beibehalten zu können, haben wir eine Bestandsbetreuungsvereinbarung mit der Tierarzt-Praxis Phillipe Ntirabishaka getroffen.

Wer auf unserem Hof lebt und arbeitet:

Auf unserem Hof leben zwei Familien. Bis 2013 wurde der Betrieb von Britta und Thomas geleitet, sie haben drei erwachsene Kinder und fünf Enkel. 2013 sind Moritz und Lucie in dem Hof eingestiegen, sie haben eine Tochter und einen Sohn. Auf dem Hof arbeiten und leben noch zwei Lehrlinge. Außerdem arbeitet noch ein Mitarbeiter in der Landwirtschaft bei uns. 

Seit Juli 2015 leitet Moritz Morgenstern den gesamten Betrieb, dabei wird er von seinen Eltern Britta und Thomas Morgenstern tatkräftig unterstützt. Lucie Morgenstern arbeitet auswärts. Siddik Barunduk ist für die Werkstatt, den Bagger, die Drainage und die Weidezäune verantwortlich. Die Auszubildenden auf unserem Betrieb arbeiten in allen Bereichen mit und lernen somit die verschiedensten Bereiche des Betriebes kennen.